Austellung „Opfer rechter Gewalt“ vom 22.09. bis 30.10. in der Volkshochschule Chemnitz im TIETZ

Seit anderthalb Jahren ist die Opferberatung im Bezirk Chemnitz aktiv. In dieser Zeit sind 19 rechte Angriffe bekannt geworden. 54 Personen wurden angegriffen aus menschenverachtenden Motiven. Seit 1990 sind 136 zu Tode gekommen durch rechte Gewalt. Die Wanderaustellung Blickwechsel möchte eine Perspektivwechsel hin zu den Opfern rechter Gewalt ermöglichen. Begleitend finden Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für Lehrer_innen, Sozialpädagog_innen und Multiplikator_innen statt.

Die Ausstellung porträtiert Menschen, die in Deutschland seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer gefallen sind. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild von rechten Gewalttätern kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden nur am Rande zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Von vielen Toten wurde nie ein Foto veröffentlicht, von manchen nicht einmal ein Name.

Die Ausstellung erinnert an 136 Menschen. Sie ist eine Dokumentation wider das Verdrängen des Ausmaßes rechter Gewalt.

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