Geschichtsverdrehung vor der Jakobikirche

Am Abend des 07. Oktober versammelten sich ca. 40 Neonazis vor der Freiberger Jakobikirche um unter dem Motto „Mord war ihr Mittel – Freiberg das Ziel“ die Geschichte zu verdrehen. Angemeldet wurde die Mahnwache von NPD-Kreisrat Steve Weisbach aus Lichtenberg. Schon gegen 18 Uhr hatten sich ungefähr 30 Nazis aus Freiberg und Dresden am Freiberger Bahnhof versammelt und wurden dann von der Polizei zur Jakobikirche eskortiert. Mit dabei war auch die NPD-Stadträtin Heidelore Karsten sowie der Dresdner Naziaktivist Maik Müller. Nach ungefähr einer Stunde war die Veranstaltung wieder vorbei. Bereits die Nacht vorher hatten Nazis in der Bahnhofsvorstadt Plakate mit antisemitischen Inhalt geklebt.

Vom „Verein gegen Extremismus“ oder von „Gegenwehr demokratischer Kräfte“, wie in der Freien Presse gefordet wurde, war nichts zu sehen. Lediglich einige Jugendliche versuchten die Nazis bei ihrem geschichtsrevisionistischen Treiben lautstark zu stören. Die Polizei schritt jedoch sofort ein und verteilte beliebig Platzverweise an die jungen Menschen, die Couragen zeigen wollten und verunmöglichte so wieder einmal öffentlichen und direkten Protest.

Mehr Informationen rund um den 07.10. hier:
Freiberg – die kollektive Unschuld?
Nazis planen Aktion in Freiberg !?


NPD Stadträtin Heidelore Karsten (1.v.r.)


Anmelder Steve Weisbach (links im Bild)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter