Aufrufe zum 13. Februar in Dresden

Am 13. Februar jährt sich die Bombardierung Dresdens zum 65. Mal und im Lamentieren um vermeintliche „Deutsche Opfer“ sind sich Staat, Stadt, Zivilgesellschaft und Nazis einig. Zwar will sich die Stadt Dresden laut eigenen Aussagen, allen voran Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), den Nazis mit einer Menschenkette entgegenstellen, doch ist dies vor allem ein symbolischer Akt. Die Geschichtsbetrachtung der Nazis unterscheidet sich in der Hallozination eines „alliierten Bombenholocausts“ und verzehnfachten Totenzahlen von der der offiziellen Politik, aber auch in dieser ist bereits angelegt, was den Nazis Anschluss ermöglicht und der radikalen Linken Anlass zur Kritik geben muss. Wir dokomentieren hier zahlreiche Aufrufe verschiedener Bündnisse, deren Ansichten wir nicht alle teilen. Während der Vorbereitungskreis „Keine Versöhnung mit Deutschland!“ das Gedenken kritisiert, stehen für das bundesweite Bündnis „no pasaran“ vor allem die Mobilisierungen gegen den Naziaufmarsch im Mittelpunkt. Die fehlende Kritik am Dresdener Opfermythos und der Massenansatz ist unsere Kritik an dieser Mobilisierung. Die Gruppe TOP B3erlin wiederum versucht die Inszenierung Dresdens als unschuldige Stadt in einen größeren Zusammenhang von Standortlogik und Weltmarktkonkurrenz einzuordnen, lässt dabei aber die Ideologiekritik auf der Strecke. Weitere Aufrufe gibt es außerdem von Avanti, die zum bundesweiten „no pasaran“-Bündnis gehört und der Basisgruppe Geschichte .

Aufruf des Vorbereitungskreises „Keine Versöhnung mit Deutschland!“: Keine Versöhnung mit Deutschland!“

Aufruf der Gruppe TOP B3rlin: Staat. Nation. Dresden. Scheisse. Von Bomben und Nazis, Gedenken und Deutschland

Aufruf der Basisgruppe Geschichte: Dresden – ein unzerstörbarer Mythos?

Aufruf von no pasaran: Am Ort der Geschichte Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!

Aufruf von Avanti: Deutschland, Dresden: Alles Opfer

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