Naziaktion am 7. Oktober

Am 7. Oktober war es wieder so weit: Wie auch die Jahre zuvor sammelten sich Neonazis aus Freiberg und der angrenzenden Region gegen Abend am Bahnhof, um eine geschichtsrevisionistische Kundgebung abzuhalten. Die Durchführung einer Demonstration war ihnen von Ordnungsamt untersagt worden, da dieses Jahr auch die Stadt das inhaltliche Anliegen der Nazis aufgriff und einen eigenen Trauermarsch unter Leitung der Agenda 21 durchführte. Weder im Aufruf, noch auf Demonstration selbst ging man auf die Nazis und ihren Geschichtrevisionimus ein. Stattdessen entkontextualisierte man die Bombardierung Freibergs komplett, verlor kein Wort über die Rolle der Stadt im Zweiten Weltkrieg und erging sich lieber in einer vollkommen begriffslosen Moralisierung der Geschichte. Die Kundgebung der Nazis fand schließlich auf dem Roßplatz statt. Es beteiligten sich, anders als die Freie Presse berichtete, ca. 40 Personen, unter anderem auch NPD Kreisrat Tino Felgner und der ehemalige Stadtrat Horst Gottschalk. Der Freiberger Naziaktivist René Z. verlaß die Auflagen und war daher vermutlich der Anmelder der Demonstration.
Wie auch die Jahre zuvor trugen die wenigen Frauen unter den Teilnehmenden Skelettkostüme und Fackeln. Neu war dieses Mal jedoch die Bezugnahme auf den aktuellen Natoeinsatz zur Befreiung Libyens. Mit grünen Flaggen ergriffen die Freiberger Nazis Partei für Gaddafi und das „grüne Libyen“, wie es auch auf einem Plakat gefordert wurde. Die Redebeiträge thematisierten dementsprechend den Natoeinsatz und warfen im verschwörungstheoretischen Duktus der Presse und den Alliierten die Manipulation von Ereignissen vor. Kurz nach 19 Uhr wurde die Kundgebung aufgelöst.


Neonazis sammeln sich am Bahnhof.


An der grünen Fahne: Der Freiberger Naziaktivist René Z.


Die Kundgebung an der Berthelsdorfer Straße.


Transparent mit dem Motto der diesjährigen Kundgebung. In der Stadt wurden ebenfalls Aufkleber und Flyer mit dem selben Motiv verteilt.


Die Freiberger Nazis haben Libyen für sich entdeckt und solidarisierten sich mit dem ehemaligen Diktator Gaddafi.


Transparent aus den vergangenen Jahren. Ganz rechts NPD-Kreisrat Tino Felgner und Horst Gottschalk.


Die beliebten Skelettfrauen durften auch dieses Jahr nicht fehlen.

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4 Antworten auf “Naziaktion am 7. Oktober”


  1. 1 Claudio 12. Oktober 2011 um 14:37 Uhr

    Lächerlich diese dummen Nazis. 2 eigenartige Sachen sind zu erkennen die ich nicht deuten kann. 1. Es sind viel weniger Nazis aus dem Raum Freiberg dort. 2. Was hat Nick D. mit den 8 Freiberger Nazis am Bahnhof gemacht? Auf der Kundgebung waren die nicht zu sehen.

  2. 2 Klaus Dieter 17. Oktober 2011 um 19:44 Uhr

    @Claudio
    Ich würd mal sagen das „Antifa-Rechercheteam“ xD hat die nächsten zwei Jahre Zeit oder eher gesagt braucht soviel um diese zwei von dir gestellten Fragen zu „recherchieren“ und zu beantworten.
    Zudem könnt ihr noch aufklären wer denn in der kompletten Innenstadt diese niveaulosen Antifaaufkleber illegal an Laternenstangen klebt. Oder wer immer wieder Antifaparolen an Hauswände sprüht. Euer Erscheinen schadet der Stadt und ist nervig. Man sieht ja wieviel Männlein ihr dieses Jahr in Freiberg wart. Nicht mal ein Achtel von dem, was die ehrenvollen Männer und Frauen von Freiberg auf die Beine gestellt hatten.
    Ich schätze mal ein, dass die „Kritikwürdige“ Antifa Freiberg meinen Beitrag löscht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus Dieter Wollpitz

  1. 1 Die verdrängte Kontinuität des Neonazismus » FreibÄrger Pingback am 01. Oktober 2012 um 17:56 Uhr
  2. 2 Der 7. Oktober wirft seine Schatten voraus » FreibÄrger Pingback am 04. Oktober 2012 um 14:03 Uhr
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