Freiberger OB Krüger: Bürger wegen krimineller Flüchtlinge „zu Recht beunruhigt“

erschienen auf MOPO24

Freiberg – In Freiberg gab es am Wochenende Krawalle und Angriffe gegen Flüchtlinge und Polizisten, die Stimmung ist aufgeladen. Nun erklärt Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger gegenüber dem MDR, dass die Ängste der Bürger zum Teil berechtigt seien, wegen „einiger Vorfälle in den letzten Wochen“.

Die Lage in Freiberg ist angespannt. Am Sonnabend griffen Rechte Busse mit Flüchtlingen an, bei Krawallen mit ca. 400 Demonstranten wurden drei Polizisten verletzt. Jetzt spricht das Stadtoberhaupt.

Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) sagte dem MDR, „es hat aber insbesondere in den letzten Wochen Vorfälle gegeben, die die Bürger mit Recht beunruhigen.“

Krüger bezieht sich auf einen Vorfall in einen Supermarkt, bei dem ein Libyer der Verkäuferin drohte, ihr mit einer Machete den Kopf abzuschlagen (MOPO24 berichtete). Auch ein Überfall mit vorgehaltener Pistole auf ein Rentner-Ehepaar in einem Stadtteil sei Schuld an den Ängsten der Einwohner, so Krüger.

Auch der Polizei sind die Überfälle in Freiberg bekannt. Polizeisprecherin Jana Kindt spricht von „Intensivtätern“. Es seien immer wieder die gleichen Personen, die solche Taten verübten.

Trotzdem: Oberbürgermeister Sven Krüger verurteilt die Vorfälle von rechten Demonstranten am Sonntag am Bahnhof.

„Gewalt gegen Flüchtlinge ist ein völlig falsches Signal“, so Krüger. Ob in Zukunft weitere Busse und Züge mit Flüchtlingen in Freiberg Station machen werden, ist derzeit völlig offen.

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