Wirt widerspricht der AfD

erschienen in Freie Presse vom 7. März 2018

Schwanenschlösschen: Chef sieht sich getäuscht

Freiberg – Zwischen der AfD Mittelsachsen und Sanja Koch, dem Inhaber des Restaurants Schwanenschlösschen in Freiberg, ist es zu Unstimmigkeiten hinsichtlich einer Veranstaltung gekommen, die die Partei für heute Abend in dem Restaurant am Kreuzteich angekündigt hatte. Der Bundestagsabgeordnete Heiko Hessenkemper hatte eingeladen, um über die von ihm befundene „Perversion der polit-medialen Klasse“ zu sprechen. Inzwischen aber ist die Veranstaltung ins Gartenlokal „Zur Erholung“, Scheunenstraße 24 in Freiberg verlegt.

Laut AfD-Pressemitteilung habe Sanja Koch die Veranstaltung aus „Angst vor wirtschaftlichen Repressalien“ und „ohne stichhaltige Gründe“ abgesagt. „Statt mit den AfD- Referenten das – gern kontroverse – Gespräch zu suchen, drohen bestimmte Zeitgenossen lieber mit wirtschaftlichen Nachteilen gegenüber denjenigen, die ihre Räumlichkeiten für öffentliche AfD-Veranstaltungen zur Verfügung stellen“, so Kreischef René Kaiser.

Dieser Darstellung widerspricht Sanja Koch. Niemand habe ihm wegen der AfD-Veranstaltung gedroht. Vielmehr sei der Abend bei der Reservierung nicht als politische Veranstaltung deklariert worden. Deshalb habe er abgesagt.

„Das Schlössel war und ist eine Gastwirtschaft, politisch neutral, und steht für keinerlei politische Interessen, egal welcher Partei, als Veranstaltungsort zur Verfügung“, heißt es in einer als „Richtigstellung“ deklarierten Erklärung auf Facebook. „Egal welcher Gast bei uns anklopft – private Einkehr: Ja – politischer Abend: Nein!“, so Sanja Koch gegenüber der „Freien Presse.“ (fhob)

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