Demo setzt sich für Seenotrettung ein

erschienen in Freie Presse vom 16. Juli 2018

Knapp 100 junge Leute haben am Sonnabend in Freiberg ihre Solidarität mit Hilfsorganisationen im Mittelmeer bekundet.

Freiberg – Das Junge Netzwerk Freiberg hatte am Sonnabend zu einer Demonstration für die in Seenot geratenen Menschen und die Helfer des Dresdner Seerettungsschiffs „Lifeline“ aufgerufen. „Ich bin super zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung“, sagte Paul Kaluza gestern. Er hatte die Kundgebung angemeldet. Trotz der Urlaubszeit seien fast 100 Teilnehmer ab 13 Uhr vom Freiberger Bahnhof über den Roten Weg und den Obermarkt zum Schlossplatz gezogen, so das Mitglied der Grünen Jugend weiter: „Es gab keine Zwischenfälle oder Störungen.“

Anlass für die Demo ist der Fall des Kapitäns Claus-Peter Reisch, der nun vor Gericht angeklagt werden soll. Der Protest richte sich gegen die Kriminalisierung des Engagements der sächsischen Seenotrettungsorganisation, war in dem Aufruf erklärt worden. In diesem Sinne habe sich eine Freiberger Gruppe dem bundesweiten „Netzwerk Seebrücke“ angeschlossen.

„Wir brauchen eine politische Lösung, um das massenhafte Ertrinken im Mittelmeer zu stoppen. Menschen mit einem Herz am rechten Fleck können nicht einfach zusehen, wenn Menschen beim Versuch, vor Kriegen zu fliehen, ertrinken“, erklärte Kaluza. Es könne ja nicht die Lösung sein, so der Veranstalter weiter, einfach zu sagen, das geht uns alle nichts an. „Wenn die Frage, ob ertrinkenden Menschen geholfen werden muss, diskutabel erscheint, ist es höchste Zeit laut zu widersprechen“, erklärt der junge Mann.

Das Junge Netzwerk Freiberg ist nach seinen Worten ein Zusammenschluss von links gerichteten Jugendlichen und Gruppierungen aus der Kreisstadt und ihrer Umgebung. „Ich selbst gehöre zur Grünen Jugend, aber es sind zum Beispiel auch ein Jugendklub aus Brand-Erbisdorf und die Foodsharing-Initiative aus Freiberg dabei. Letztere setzt sich dafür ein, die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen. (jan)

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