AfD schwört Anhänger auf Wahljahr ein

erschienen in Freie Presse vom 24. September 2018

Mit Ansprachen und Freibier hat die Partei am Samstag in Dorfchemnitz einen Ausblick auf 2019 geworfen.

Von Steffen Jankowski

Dorfchemnitz – Etwa 120 Mitglieder und Sympathisanten der Alternative für Deutschland (AfD) sind am Sonnabend der Einladung des AfD-Kreisvorstands Mittelsachsen zu einer „Motivations- und Dankeschön-Veranstaltung“ in die Gaststätte „Am Chemnitzbach“ in Dorfchemnitz gefolgt. Anlass war das Ergebnis, das die Partei bei der Bundestagswahl vor einem Jahr in der Gemeinde erzielt hatte.

Laut offiziellem Wahlergebnis hatte die AfD hier 47,1 der Erst- und 47,4 Prozent der Zweitstimmen geholt. Mike Moncsek, 1. Beisitzer im AfD-Kreisvorstand und Moderator der Veranstaltung, sprach sogar von 55 Prozent in Dorfchemnitz selbst – „55 Plus“ sei auch das Ziel für die kommenden Wahlen. Sachsens AfD-Vorsitzender Jörg Urban prophezeite in seiner kurzen Ansprache „deutlich über 30 Prozent, eventuell über 40 Prozent“ bei der Landtagswahl im September 2019 . Das sei möglich, wies der Dresdner zugleich parteiinterne Kritik am Umgang mit Pegida zurück, „weil wir in Sachsen so schmerzfrei mit allen zusammenarbeiten, die am Wohl des Landes interessiert sind“.

Zu den Gästen, die zum Teil auch aus anderen Bundesländern bis kurz vor die Schweiz zu Freibier und Ansprachen angereist waren, gehörten auch die AfD-Bundestagsabgeordneten Detlev Spangenberg aus Radebeul, Ulrich Oehme aus Chemnitz und Birgit Malsack-Winkemann aus Berlin. Ihr Fraktionskollege Heiko Hessenkemper wandte sich in einer Audiobotschaft an das Publikum in Dorfchemnitz. Er sei nach einem schweren Unfall, einem Schlaganfall und einer Herz-OP auf dem Weg der Besserung, so der Professor aus Großschirma.

Trotz brüchiger Stimme griff Hessenkemper die Bundesregierung scharf an: „Es bleibt wahrscheinlich nur ein Weg, um diesen Staat zu retten: diese Politiker auszutauschen.“ Dabei könne Mitläufertum „natürlich nicht ungesühnt bleiben“, so der 62-Jährige, der unter anderem von „Gebär-Imperialismus“ sprach und dem deutschen Staat vorwarf, sein Gewaltmonopol nicht ausreichend zum Schutz der eigenen Bevölkerung zu nutzen.

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