Verein kritisiert CDU-Duo

erschienen in Freie Presse vom 28. September 2018

Für Freiberg Grenzenlos ist AfD keine Machtoption

Freiberg. In die Debatte um eine mögliche Koalition von CDU und AfD, die die beiden Christdemokraten Holger Reuter und Jörg Woidniok ins Spiel gebracht hatten, schaltet sich nun der Verein Freiberg Grenzenlos ein. Sprecher Jörn Grabenhorst wirft den CDU-Politikern eine „scheinheilige Argumentation“ vor. Denn der umgarnte Koalitionspartner rücke in atemberaubendem Tempo immer weiter nach rechts, mache Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig. Noch dazu sei das Personal der AfD eng verwoben mit rechten Organisationen und marschiere nicht weit von Freiberg Seite an Seite mit Neonazis.

Als wäre das nicht genug der Kritik, legt Sprecher Grabenhorst nach. Reuter, CDU-Stadtchef und Baubürgermeister in Freiberg, und Woidniok, seines Zeichens Fraktionschef im Kreistag, wird sogar ein Parteiwechsel nachgelegt. „Wenn die Herren Reuter und Woidniok die demokratiefeindlichen Positionen der AfD in ihrer Argumentation weiter ausblenden, liegt die Frage nahe, ob die inhaltliche Überschneidung über die Themen innere Sicherheit und soziale Marktwirtschaft hinausgeht und die Herren vielleicht nur in der falschen Partei sind“, bringt es Grabenhorst auf den Punkt.

In einem Beitrag für das ARD-Politikmagazin „Kontraste“ hatten die Christdemokraten an einem Tabu gerüttelt und sich für die AfD als Machtoption ausgesprochen, sofern sie sich, wie es Reuter formulierte, fachlich weiterentwickelt. (acr)

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