Unvollständiger Überblick rechter Übergriffe sowie Aktionen in Freiberg und Umgebung

19. April 2012
Auf Einladung des Stadtverbandes der Freiberger CDU spricht der CDU-Politiker Thomas Schneider im Brauhof zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und Gender Mainstreaming. Der erzkonservative Schneider hält Homosexualität für eine Krankheit und tritt für ein reaktionäres Familienbild ein. Infolge seines fundamentalistischen christlichen Glaubens betrachtete er seinen Auftritt in Freiberg als „Mission“.

23. Februar 2012
Anlässlich einer Schweigeminute für die Opfer der rechtsterroristischen NSU und der geplanten Umbenennung der Mittelschulen Clara Zetkin und Karl Günzel schreiben Neonazis aus Freiberg einen offenen Brief an die Stadtverwaltung, in dem sie die Taten der NSU glorifizieren und u.a. Clara Zetkin, Karl Günzel und die Geschwister Scholl diffamieren. Letztere werden in dem Brief als „drogenabhängige Rädelsführer einer üblen Verbrecherbande“ bezeichnet. Die Stadt erstattete Strafanzeige gegen die anonymen Verfasser.

02. Dezember 2011
Neonazis führen im Raum Freiberg eine „Rechtsschulung“ mit mehreren Anwälten durch. Organisator ist u.a. Nick D. aus Großhartmannsdorf.

18./19. November 2011
Neonazis aus der Region besuchen Jugendklubs in Freiberg und Oederan und verteilen neonazistisches Propagandamaterial.

09. Oktober 2011
Henry Beier hält in der Erzgebirgsregion einen Vortrag – vermutlich in Gränitz. Der 1928 geborene Beier ist Begründer der mittlerweile verbotenen Hilfsorganisation für nationale Gefangene (HNG) und Gründer des Verbandes für die Vertriebenen und Ermordeten des Böhmerwaldes (VEBW).

07. Oktober 2011
Etwa 40 Nazis führen am Jahrestag der Bombardierung Freibergs eine Kundgebung am Rossplatz durch. Eine Stunde zuvor marschieren ca. 60 Bürger und Bürgerinnen auf Initiative der Agenda 21 durch die Bahnhofsvorstadt und trauern um die Freiberger Bombentoten.

Oktober 2011
In Vorbereitung auf den Jahrestag der Bombardierung Freibergs verteilen Nazis tausende Flugblätter in Freiberg und klebten Aufkleber. In der Nähe der Zugstrecke Richtung Chemnitz wurden in Oederan außerdem Strohballen umgekippt und mit schwarzer Farbe „7. Oktober – 172 Tote“ darauf geschrieben.

25. Juli 2011
Freiberg. Die Besitzerin eines Mazda MX 5 hat am Montagmorgen, gegen 8.45 Uhr, feststellen müssen, dass unbekannte Täter in das Verdeck des Cabrios ein Loch geschnitten hatten. Aus dem Auto fehlen zwei CDs. Außerdem bemerkte sie, dass auf die Motorhaube ein Hakenkreuz gekratzt wurde. Der Schaden wird auf etwa 4000 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt neben Sachbeschädigung auch wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. (Quelle)

Juni 2011
In Vorbereitung auf eine Demonstration am 17. Juni in Dresden verteilen Nazis aus der Region Faltblätter unter dem Motto “Damals wie heute: Nationale Souveränität statt Fremdbestimmung!”

1. Mai 2011
Im Vorfeld des 1. Mai verteilen Nazis Flugblätter an Passanten.

09. April 2011
Gründung des Ortsverbandes Freiberg der NPD. Zum Vorsitzenden wurde der ehemalige Freiberger Kreischef Jens Korb gewählt. Außerdem im Vorstand sind Stadträtin Heidelore Karsten und Kreisrat Steve Weisbach. (Quelle)

März 2011
Freiberger Neonazis organisieren eine Vortragsveranstaltung mit Henry Beier von der Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG).

10. Februar 2011
In den Abendstunden halten Freiberger Nazis vor dem Rathaus eine Mahnwache ab und verteilen Flugblätter auf dem Obermarkt. (Artikel)

09. Februar 2011
Im Rahmen der Aktionswoche verteilen Freiberger Nazis 1500 Flugblätter in Briefkästen. (Artikel)

08. Februar 2011
Im Rahmen einer sogenannten Aktionswoche zum 13. Februar hängen Freiberger Neonazis ein geschichtsrevisionistisches Transparent von der Brücke an der Dresdner Straße. (Artikel)

14.11.2010
Am sog. „Volkstrauertag“ pflegen Nazis in Langenau und Großhartmannsdorf Soldatendenkmäler, legen Kränze ab und posieren mit Reichsflaggen davor.
Auf dem Donatsfriedhof in Freiberg findet derweil das übliche jährliche geschichtsrevisionistische Spektakel statt. Mit dabei sind u.a. Holger Reuter von der CDU und die NPD-Mitglieder Heidelore Karsten und Steve Weisbach.

07.10.2010
Ca. 70 Nazis marschieren anlässlich des 66. Jahrestages der Bombardierung Freibergs durch die Bahnhofsvorstadt. (Artikel)

05.10.2010
In Vorbereitung für ihre Demonstration am 07. Oktober hängen Autonome Nationalisten ein Transparent von der Brücke an der Dresdner Straße.

27.09.2010
In der Nacht zum Montag wurden in der Freiberger Innenstadt und in Brand-Erbisdorf neonazistische Parolen von sog. „Autonomen Nationalisten“ gesprüht.

29.07.2010
Ein weiterer Brandanschlag wird auf einen Döner-Imbiss in der Burgstraße verübt. Bei einem weiteren Döner-Imbiss und einem vietnamesischen Imbiss werden die Fensterscheiben eingeschmissen.

27.07.2010
Auf einen indischen Imbiss in der Poststraße wird ein Brandanschlag verübt.

07.05.2010
Unbekannte versuchen in das Gebäude des Roten Weg e.V. einzubrechen. In der selben Nacht ist eine größere Gruppe Nazis in der Stadt unterwegs und verklebt Propagandaufkleber. Erst im März wurde ein Brandanschlag auf das Gebäude verübt.

17.04.2010
Zeitzeugenvortrag mit 100 Teilnehmenden, vorausichtlich in Gränitz.

12.04.2010
Unbekannte brechen im Kindergarten Miteinander Leben am Wasserberg ein und sprühen ein Hakenkreuz und SS-Runen.

20.03.2010
In der Nacht vom 20. zum 21. März 2010 verübten bisher noch unbekannte Täter_innen einen Brandanschlag auf das Haus am Roten Weg 43 in Freiberg und stahlen zwei Büroschilder der Partei „DIE LINKE“. In dem Haus befinden sich unter anderem das Bürgerbüro der MdL Dr. Jana Pinka, das Büro der Fraktion „Die Linke“ im Landkreis Mittelsachsen, die Redaktion der Zeitschrift „FreibÄrger“ sowie die Räumlichkeiten des sich in Gründung befindenden soziokulturellen Vereins „Roter-Weg e.V.“. Bei dem Anschlag ist der komplette Eingangsbereich des Hauses ausgebrannt und es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. (Artikel)

19.03.2010
In der Nacht vom 19. zum 20. März kleben Nazis rechte Aufkleber in der gesamten Innenstadt.

06.02.2010
Der Nazi-Liedermacher Sebastian tritt auf Einladung des Freien Netzes Erzgebirge im Raum Freiberg auf. Veranstaltungsort war vermutlich Deckerts Gasthof in Gränitz.

19.12.2009
Mitgliederversammlung und Weihnachtsfeier der NPD in Gränitz. (Quelle)

15.11.2009
Beteiligung von 8 Mitgliedern der NPD an der Kranzniederlegung am sog. Volkstrauertag. (Artikel)

21.10.2009
Einem indischen Doktoranden wird die Unterkunft in der Pension St. Georg verwehrt. Grund seien die von ihm ausgehenden Gerüche. (Artikel)

08.10.2009
Am 08. Oktober trafen sich NPD und JN zu einer Versammlung in der Clubgaststätte Friedeburg in Freiberg. Mit dabei Steve
Weißbach (NPD-Kreisrat, JN Landesvorstand) aus Lichtenberg, Mike Kempe (NPD Schatzmeister), Tino Felgner (NPD Kreisrat), Jens Korb (stellv. Vorsitzender der NPD); Nick D. aus Großhartmannsdorf, Wilko Winkler (Vorsitzender NPD Mittelsachsen) aus Mühlau, Susanne Teuber (Neues Vorstandsmitglied der NPD Mittelsachsen) und NPD-Stadträtin Heidelore Carsten. Die Clubgaststätte ist des Öfteren Treffpunkt der NPD.

07.10.09.
Zum 65. Jahrestag der Bombardierung Freibergs veranstalteten etwa 40 Nazis aus Freiberg und Dresden vor der Jakobikirche eine Kundgebung. Angemeldet wurde sie vom NPD-Kreisrat Steve Weisbach. Zuvor wurden in der Stadt Plakate mit antisemitischem Inhalt geklebt.
(Artikel)

19.09.09
Am 19. September trafen sich mehrere Dutzend Nazis in Gränitz. Unter ihnen befanden sich auch die NPD-Stadträtin Heidelore Karsten aus Freiberg und Tino Felgner, Mitglied im Kreistag Mittelsachsen. Vor und neben dem Haus parkten etwa 8 Naziautos mit Kennzeichen aus FG und MW. Das Treffen war vermutlich ein Austausch zwischen Freien Kräften und NPD.

15.08.09
In der Nacht vom 15. zum 16. August sprühen und kleben Nazis Hess-Propaganda.

08.08.09
Treffen der NPD Mittelsachsen in der Clubgaststätte Friedeburg. Die Clubgaststätte ist seit längerem Treffpunkt für die NPD.

20.06.09
Ca. 15-20 Nazis, darunter NPD-Kreisrat Steve Weisbach, sammelten sich im Garten von Deckerts Haus in Gränitz, um eine sog. Sonnenwendfeier durchzuführen.

07.06.09
Bei der Stadtratswahl erhält die NPD 4,2% der Stimmen.

06.06.09
In den frühen Morgenstunden des Samstags, zwischen 4 und 5 Uhr befandensich drei junge Menschen auf dem Weg vom OpenAir-Konzert des Jugendklubs IMI e.V. in Richtung Brander Innenstadt als in Höhe des PSW ein roter Ford Fiesta älteren Baujahres hielt. Der Beifahrer des Fahrzeugs stieg aus und schlug mit einem Aluminium-Totschläger einem der Jugendlichen mitten ins Gesicht. Der junge Mann musste in Freiberg ärztlich behandelt werden. Der Attacke sind beim ersten Vorbeifahren eindeutige rechte Parolen voraus gegangen.

01.05.09
Am 1.Mai marschierten ca. 400 Neonazis („Freie Kräfte und Autonome Nationalisten“) aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin zu einer Eildemonstration unter dem Motto “Zukunft statt Kapitalismus – Freiheit statt BRD” durch Freiberg .

04.04.2009
Mitgliederversammlung der NPD in Freiberg. (Quelle)

03.04.2009
Ein am 03. April im sächsischen Gränitz bei Freiberg geplantes Neonazi-Konzert wurde von der Polizei verhindert. Mehrere Dutzend angereiste Neonazis aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Tschechien sammelten sich daraufhin in einem Szene-Objekt in Dresden-Reick, wo sie jedoch keine Konzertveranstaltung mehr durchführten.Eingeladen zu dem Konzert hatte der Dresdner Neonazi Maik Müller. Er hatte die Veranstaltung als „private Geburtstagsfeier“ tituliert und hoffte dadurch, die Einsatzkräfte der Polizei daran hindern zu können, gegen das Konzert vorzugehen. Als Veranstaltungsort sollte der „Gasthof Gränitz“ dienen. Die ehemalige Dorfgaststätte war 2001 vom ehemaligen NPD-Bundesvorsitzenden Günter Deckert erworben und seither unregelmäßig für neonazistische Treffen und Veranstaltungen genutzt worden. (siehe Lokales)

21.02.2009
Vortragsveranstaltung der NPD mit dem Parteivorsitzenden Udo Voigt in Freiberg. (Quelle)

31.01.2009
Ca. 15 Freie Nationalisten aus Freiberg und Dresden führten in Freiberg einen „Stadtrundgang“ durch. Am 28.03 folgte der zweite Teil des Rundgangs mit weniger Teilnehmenden.

09.01.2009
Teilnehmer eines Bikertreffens in Augustusburg tragen Wehrmachtsuniformen. Es wird Wehrmachtsmusik gespielt und ein Hakenkreuz in den Schnee geformt.
Quelle: RAA

12.12.2008
Auf die Scheiben eines abgestellten Traktors werden zwei Hakenkreuze gesprüht.
Quelle: RAA

22.11.2008
Mitgliederversammlung der NPD in Freiberg

22.10.2008
Bei einem Einbruch in einen Jugendclub im Halsbrücker Ortsteil Oberschaar werden neben diversen Sachbeschädigungen zwei Hakenkreuze an eine Wand gesprüht.
Quelle: Polizei.Sachsen, 23.10.08

07.10.2008
Anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Freibergs halten etwa 30 Nazis aus Freiberg und Dresden vor der Jakobikirche ein Mahnwache ab.

19.09.2008
Nazisprühereien in Freiberg und Brand-Erbisdorf

09.08.08
Im Brand-Erbisdorfer Stadtteil Gränitz besuchen ca. 120 Neonazis ein Konzert der NS (Nationalsocialist) Hardcore Bands „Thrima“, „Guiltily the Pain“, „Painful Awakening“ und „Diary of a dying Nation“. Veranstaltet wurde das Konzert im Haus des ehemaligen NPD-Vorsitzenden und Holocaustleugner Günther Deckert. Die Polizei griff nicht ein.

23.07.08
Vor dem Asylbewerberheim in Helbigsdorf brüllen gegen 23.30 Uhr unbekannte Männer rassistische Parolen. Eine Frau die sich selbst durch den Auftritt der Nazis bedroht fühlte, verständigte die Polizei. Bevor sie aber am Tatort ankam, waren die unbekannten Männer inzwischen wieder verschwunden.

12.07.08
Im Freiberger Jugendclub Train Control (TC) wird eine 17jährige von Nazis im Gesicht verletzt.
Ca. 10-15 stadtbekannte Neonazis versuchten vorher sich zutritt zu dem Club zu verschaffen, obwohl diese dort bereits Hausverbot wegen anderer Übergriffe hatten.

08.06.2009
Bei den Kommunalwahlen erlangt die NPD im Kreis Mittelsachsen 4,7% der Stimmen und stellt 4 Vertreter im Kreistag.

30.03.2008
Kurz nach 0 Uhr werden fünf Jugendliche in der Silberhofstraße von einem gerichtsbekannten Neonazi angegriffen. Die jungen Menschen konnten sich in die nahe gelegene Wohnung eines Bekannten flüchten, wo jedoch eine halbe Stunde später der Angreifer und vier bis fünf mit Baseballschlägern bewaffnete Nazis erschienen. Die Polizei kam trotz mehrfacher Anrufe erst als alles vorbei war und konnte die Täter nicht mehr stellen. (Details siehe Pressemitteilung)

15.03.2008
Gründung des NPD Kreisverbandes Mittelsachsen

07.03.2008
Im Brand-Erbisdorfer Ortsteil Langenau greifen Nazis einen Jugendlichen auf offener Straße an. Zwei Autos halten nachts neben dem jungen Mann als der auf dem Heimweg ist, dann steigt einer der Nazis aus und zerschlägt dem Opfer eine Bierflasche im Gesicht, danach flüchten die Angreifer
mit ihren Autos.

28.02.2008
In der Innenstadt Freibergs werden JN- und Anti-Antifa-Aufkleber verklebt.

18.01.2008
Am Petriplatz wird ein Russland-Deutscher von drei Nazis zusammengeschlagen.

11.01.2008
In einer Bar in der Nähe vom Schlossplatz werden drei alternative Jugendliche von acht Nazis angegriffen und geschlagen. Die Betroffenen riefen die Polizei, diese nahm den Vorfall jedoch nicht ernst und erschienen nicht am Tatort.

09.01.2008
Acht bis zehn Nazis, unter ihnen Daniel Braun von der NPD, versuchen eine Veranstaltung über das Aussteigerprogramm EXIT zu stören. Sie werden jedoch von der Polizei daran gehindert.

03.01.2008
Gegen Abend werden in der Nähe vom Schlossplatz zwei Punks von einer Gruppe Nazis zusammengeschlagen.

22.12.2007
Im Stadtteil Friedeburg versammelt sich im Umfeld des Altenheims Johanna Rau eine Gruppe von Nazis. Diese vermuteten aufgrund einer vor zwei Jahren durchgeführten Mahnwache gegen den in Italien verurteilten, hier unbehelligt lebenden, NS-Kriegsverbrecher Alfred Concina eine erneute Versammlung von Antifaschist_innen. Sie riefen Tage zuvor in Flugblättern auf, Antideutsche Krawallmacher in Friedeburg nicht zu tolerieren. So versammelten sich gegen 17 Uhr im Schatten eines Wohnhauses etwa zehn Nazis. Im Internet sprachen diese von 40 Leuten in Bereitschaft. Während der Versammlung liefen unauffällig mehrere Neonazis aus dem Umfeld der NPD vor dem Altersheim Streife. Ein Gewaltangriff bei einer wirklichen Mahnwache wäre zu erwarten gewesen.

08.12.2007
Im Stadtclub wird eine Schülerin von einem stadtbekannten Nazi gewürgt und geschlagen.

18.11.2007
Am 18. November ruft die Oberbürgermeisterin Freibergs, Frau Dr. Uta Rentsch die Freiberger Bevölkerung zum Volkstrauertag auf. Ihrem Aufruf folgen auch 16 Neonazis aus dem Umfeld der NPD und der Freien Nationalisten Freiberg. So gedachten an diesem Tag die Oberbürgemeisterin und ca. 20 weitere Vertreter der Stadt, des Bundes der Stalinopfer, des Verbandes der Heimatvertriebenen gemeinsam mit Neonazis den toten Deutschen der beiden Weltkriege. Die Eindimensionalität der Opferdarstellung verrät, warum niemand die Nazis von den Gedenkorten vertrieben hat.

07.10.2007
Zum zweiten Mal marschieren am Jahrestag der Bombardierung Freibergs Nazis durch die Stadt. Diesmal sind es ca. 15 Freiberger Nazis, ohne Unterstützung ihrer Kameraden aus Dresden.

28.09.2007
Gegen 2 Uhr nachts laufen etwa zehn Neonazis durch die Innenstadt von Freiberg und grölen Parolen.

08.09.2007
In Gränitz (Stadt Brand-Erbisdorf) will der Holocaustleugner und ehemalige NPD-Vorsitzende Günter Deckert sein Erzgebirgshaus einweihen. Er plante, dort einen als private Veranstaltung getarnten Nazi-Abend mit entsprechender Nazi-Musik stattfinden zu lassen, was wegen Polizeinotstands verboten wurde.

12.09.2007
Der selbe Mann der bereits am 3.9. beleidigt wurde wird von Nazis angegriffen und verletzt.

03.09.2007
Ein Asylbewerber aus Afghanistan wird an einer Unterführung von Neonazis beleidigt.

17.08.2007
Am Todestag von Rudolf Hess schmieren Neonazis braune Parolen an eine Wand bei der Post und kleben in Freiberg und Brand-Erbisdorf Hess-Gedenkplakate und -aufkleber.

29.06.2007
Nach einem Soli-Konzert in einem Jugendclub werden zwei junge Antifaschist_innen von Neonazis verfolgt und bedroht.

16.03.2007
Ca. 20 Nazis aus dem Umfeld der freien Kräfte und der JN stören eine Mahnwache für altersgerechtes Wohnen. Mit dabei Steve Weisbach (stv. JN-Landesvorsitzender) aus Lichtenberg bei Freiberg und Maik Müller von den freien Kräften aus Dresden.

maikmüller

11.02.2007
Freiberger Antifaschist_innen werden nach der Rückkehr von einer Demo in Dresden am Bahnhof von einer Gruppe Neonazis verfolgt und bedroht. Später werden noch Antifaschist_innen vor einer Kneipe von fünf stadtbekannten Nazis zusammengeschlagen.

22.12. 2006
Zwei Doktoranden aus Indien und Äthiopien werden in einem Supermarkt in Friedeburg von Neonazis beleidigt und verletzt, umstehende Bürger_innen greifen nicht ein.

Dezember 2006
Ein ausländischer Student wird im Stadtpark beleidigt.

07.10.2006
Etwa 50 Neonazis aus dem Umfeld der so genannten Freien Kameradschaften und der NPD unter der Führung des NPD-Landtagsabgeordneten René Despang marschieren durch Freiberg. Ihre Absicht war es, mit einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages eines
Bombenangriffs auf Freiberg während des Zweiten Weltkriegs ihre geschichtsrevisionistische Propaganda zu verbreiten. Bei ihrem von einem Großaufgebot der Polizei begleiteten Schweigemarsch zum städtischen Donatsfriedhof und zum Freiberg Kolleg in der Bergstiftsgasse durfte Peter Naumann, Berater der NPD im sächsischen Landtag, in alter Nazimanier die Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlosen und stellte die Kriegsschuld Deutschlands in Frage.

22.12.2005
Ca. 30 Freiberger Nazis stören eine antifaschistische Mahnwache gegen den in Freiberg lebenden SS-Verbrecher Alfred Concina.

22./23.07.2005
In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli wird ein Jugendlicher im Tivoli vom Neonazi Kai J. geschlagen und schwer verletzt. Vor dem Tivoli sammeln sich unterdessen ca. 50 Nazis und bepöbeln Passant_innen. Im weiteren Verlauf der Nacht bewerfen rechte Jugendliche das dem Tivoli gegenüber liegende Haus mit Flaschen und Bierkrügen und verletzten Bewohner des Hauses.

25.08.2005
Infostand der NPD in der Freiberger Innenstadt

27.01.2005
Die Freiberger Nazis Pietzsch und Braun stören eine antifaschistische Gedenkveranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.


(Quelle: FreibÄrger)

09.01.2005
Vortragsveranstaltung der JN in Freiberg mit ca. 40 Teilnehmenden

28.11.2004
Gründungsveranstaltung der JN in Freiberg

05.09.2004
NPD-Veranstaltung mit Holger Apfel und Frank Rennicke im „Brauhof“

18.08.2004
Sandro Kempe zieht für die NPD in den Kreisrat ein. Bei der Wahl erhielt die NPD 3% der Stimmen. Bei der Stadtratswahl erlangte sie 5,3% der Stimmen (2 Sitze) und wird durch Horst Gottschalk und Uwe Schiffler vertreten.

horst gottschalk
Sandro Kempe (Quelle: FreibÄrger) Horst Gottschalk

März 2004
JN-Stand auf dem Freiberger Obermarkt

infostand
(Quelle: FreibÄrger)


(Quelle: FreibÄrger)

28.01.2004
Gründung des „JN-Stützpunkt“ Freiberg. Der damalige JN-Bundesvorsitzende Stefan Rochow war anwesend.

März 2002
Ein 10-jähriges Mädchen wird von einer Horde rechter Jugendlicher durch Friedeburg gejagt und körperlich angegriffen. Obwohl das Mädchen als „Negerkind“ beschimpft wurde und sich der Anführer der Gruppe als „rechts gesinnt“ bezeichnet, muss die Polizei erst prüfen, ob fremdenfeindliche Motive vorlägen.

Februar 2002
Linke Jugendliche werden auf dem Schlossplatz mit Schreckschusspistolen beschossen.

November 2001
Der Jugendklub Zug wird von rechten Jugendlichen demoliert und das Jugendzentrum Lichtenberg angegriffen.

September 2001
Der Döner-Imbiss auf dem Obermarkt wird demoliert.

Am Busbahnhof wird ein Mädchen mit schwarzer Hautfarbe beleidigt und geschlagen.

Mai 2001
Ein Besucher einer Fachtagung an der Bergakademie wird im Albertpark von rechten Jugendlichen angegriffen. Auf dem Schlossplatz werden zwei Studenten von rechten Jugendlichen angegriffen und krankenhausreif geprügelt. Eines der Opfer bricht daraufhin sein Studium in Freiberg ab.

April 2001
50 rechte Jugendliche randalieren auf dem Obermarkt und pöbeln Flüchtlinge vor der Alten Mensa an.

Februar 2001
Die pakistanische Pizzeria „San Remo“ wird von Skinheads überfallen. Es entsteht ein Sachschaden von 10.000 DM.

Januar 2001
Am Bahnhof werden eine afrikanische Studentin angepöbelt und zwei linke Jugendliche verprügelt. Die Kamerunerin verlässt daraufhin Freiberg.

Auf der Chemnitzer Straße wird ein iranischer Junge beleidigt und geschlagen.

In Friedeburg beschimpfen rechte Jugendliche Ausländer in einer Gaststätte und greifen sie anschließend auf der Straße an.

Dezember 2000
Linke Jugendliche werden in der Bahnhofsvorstadt angegriffen. Am Busbahnhof werden Punks zusammengeschlagen.

April 2000
Rechte Jugendliche überfallen den Jugendklub Zug und das Pi-Haus.

Juni 1999
Ein 16-jähriger wird von Nazis überfallen und krankenhausreif geprügelt.

April 1999
Brandanschlag auf Asylbewerberheim „Freiberger Hof“ am Bahnhof Freiberg.

1998
Gründung des NPD Kreisverbandes Freiberg

August 1998
Ein israelischer Staatsbürger wird auf der Chemnitzer Straße zusammengeschlagen. Motiv: Ausländerhass

April 1998
Brandanschlag auf das Freiberger Asylbewerberheim an der Chemnitzer Straße

Januar 1998
Rechte Jugendliche verprügeln drei Aussiedler in Brand-Erbisdorf.

August 1997
Während einer Demonstration gegen Ausländer- und Fremdenhass provozieren Neonazis und zeigen den „Hitlergruß“, ohne dass dies eine Reaktion der anwesenden Polizei nach sich zieht. Wenige Minuten später schlagen sie einen Migranten in der Freiberger Innenstadt nieder.

Juli 1997
Ein 14-jähriger wird von Nazis mit Baseballkeulen zusammengeprügelt und muss mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein chinesischer Doktorand der TU wird von mehreren Nazis zusammengeschlagen.

Ein 27-jähriger Student aus Pakistan wird an der Schwimmhalle (Wasserberg) zusammengeschlagen und mit einer Schreckschusspistole beschossen. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Zwei TU-Praktikanten werden auf dem Weg von den Wohnheimen in die Innenstadt von 20 Nazis überfallen, wobei der 22-jährige Hatem Al-Syouri schwer verletzt wird.

Ein weiterer ausländischer Student wird an der Post verprügelt.

Juni 1997
20 Nazis überfallen eine Gymnasiumsfeier in Brand-Erbisdorf, die Polizei kommt trotz Hilferufen erst zweieinhalb Stunden später und nimmt vier der Angreifer fest

Drei Vermummte überfallen einen chinesischen Studenten an der Mensa, schlagen ihm mit Baseballkeulen ins Gesicht und rauben ihn aus.

Zwei Migranten werden an einer Tankstelle mit Karateschlägen und Knüppeln niedergeschlagen.

Ein marokkanischer Flüchtling wird auf dem Wasserberg von zwei rechten Jugendlichen angegriffen und verteidigt sich mit einem Messer, wobei er einen der beiden Angreifer am Arm verletzt. Die Polizei nimmt ihn daraufhin fest.

Etwa 15 bis 20 Nazis kommen zum Schlossplatz und greifen Leute vom Schlossklub an, wobei vier Menschen verletzt werden. Später wird von der Polizei ein 21-jähriger Angreifer ermittelt. Wenige Tage später kommen ca. 20 Nazis erneut zum Schlossklub um ein Konzert zu stören, werden jedoch von den anwesenden Punks durch die Stadt gejagt.

Mai 1997
In Friedeburg wird ein 63-jähriger Mann schwerverletzt aufgefunden, kurze Zeit später stirbt der Mann an seinen Verletzungen. Nach Zeugenaussagen hatte der Mann am Vorabend Auseinandersetzungen mit 17-jährigen Neonazis gehabt, die im drohten: „Du lebst nicht mehr lange!“

Ein Mann wird von rechten Jugendlichen zusammengeschlagen; in der selben Nacht wird ein 20-jähriger von zwei Neonazis verprügelt. Am nächsten Morgen werden in Brand-Erbisdorf zwei Opfer einer Schlägerei mit Neonazis bewusstlos aufgefunden. Später wird in diesem Zusammenhang ein 19-jähriger durch die Polizei ermittelt.

Januar bis April 1996
In Helbigsdorf kommt es zu Übergriffen auf Bewohner_innen des Asylbewerberheims, die wiederum den Jugendklub des Ortes demolieren. Die gespannte Lage hält wochenlang an.

September 1995
Ca. 20 Nazis überfallen den Jugendklub „Train Control“.

Januar 1994
Jugendliche überfallen das Asylbewerberheim in Helbigsdorf

Juli 1994
Die Polizei nimmt rechte Randalierer fest, die in Friedeburg antisemitische und ausländerfeindliche Parolen gebrüllt haben. Bei einer Hausdurchsuchung findet man rechtes Propagandamaterial.

November 1993
Peruanische Straßenmusikanten werden von der Ausländerbehörde Freiberg auf Papiere und Arbeitserlaubnis überprüft.

Oktober 1993
Besucher mit schwarzer Hautfarbe werden im „Sound-Café“ auf der Petersstraße abgewiesen.

Januar 1993
Zwei Neonazis schießen mit einer Schreckschusspistolen auf einen syrischen Studenten.

Juni 1992
Im Asylbewerberheim Gränitz werden bei einer Razzia der Polizei Heimbewohner_innen getreten und geschlagen. Der damalige Innenminister Eggert war persönlich vor Ort und stellte fest, dass die Polizei korrekt gehandelt habe.

Oktober 1991
Überfall und Brandanschlag auf das Freiberger Asylbewerberheim in der Wallstraße, in dem Sinti und Roma untergebracht sind.

1991
Im ehemaligen DDR-Jugendklub „Würfel“ auf dem Wasserberg wird ein Nazitreffpunkt geschaffen.

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